Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung.  Sira, die Dobermann Hündin hat ein neues Zuhause. Wir  freuen uns und wünschen den beiden (Sira und Ruedi) alles gute für die Zukunft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rettung für Dobermann-Hündin
In Burgdorf wurde eine Dobermann-Hündin ausgesetzt. Für die Tierrettung Emmental ist Sira ein spezieller Fall.

Ernst Dummermuth mit Sira / Hans Wüthrich
Ungestüm tollt die feingliedrige Dobermannhündin im Zwinger der Auffangstation der Tierrettung Emmental mit Tasco, einem Belgischen Schäferhund herum. 
Dass Sira zu der umstrittenen Kampfhunderasse gehört, weiss sie nicht. Was sie aber mit Sicherheit mitbekommen hat, ist, dass ihr Herrchen sie nicht mehr haben wollte. Autotüre auf, Hündin raus und weggefahren: So wurde Sira vor gut einer Woche von ihrem Besitzer oder ihrer Besitzerin vermutlich entsorgt. 
Ein illegaler Hund
Tatort war der Strandweg in Burgdorf. So mindestens habe es eine Augenzeugin erzählt, sagt Ernst Dummermuth von der Tierrettung Emmental. Seit die Polizei mit dem gutmütigen, aber noch unerzogenen Tier bei ihm auftauchte, ist im ehemaligen Bauernhaus Weingarten, hoch über Rüegsau, so einiges los. Denn Sira, wie das Weibchen inzwischen vom Ehepaar Dummermuth getauft wurde, ist ein besonderer Hund: Sie lebt nach den Buchstaben des Gesetzes illegal hier.
Denn Hunden die Ohren und den Schwanz zu coupieren ist in der Schweiz verboten. Ausserdem trägt Sira unter der Haut keinen Chip. Auch dies ist seit ein paar Jahren Pflicht.
Alle Hände voll zu tun
Ein Chip würde die Arbeit von Margrith und Ernst Dummermuth erleichtern. Seit fünf Jahren führen sie auf eigene Kosten, nebst ihrer Tierpension, die Tierrettung Emmental. Sie setzen sich für ausgesetzte, unerwünschte, nicht artgerecht gehaltene oder gequälte Tiere ein.
Da ausser dem Ehepaar Dummermuth im Emmental niemand eine derartige Dienstleistung anbietet, haben die beiden nicht selten rund um die Uhr alle Hände voll zu tun. Glücklicherweise gebe es heute durch die Chippflicht, durch welche man die Hundebesitzer ausfindig machen könne, kaum mehr ausgesetzte Hunde, sagt Ernst Dummermuth. «Dafür gibt es mehr verlassene oder zugelaufene Katzen», sagt Dummermuth, der nebst seiner Arbeit als Tierretter noch einem anderen 40-Prozent-Job nachgeht.
Unüblicher Fall
Einen Fall wie Sira hatte die Tierrettung Emmental noch nie. «Momentan laufen die Telefone und die Internetverbindungen heiss», sagt Dummermuth. Viele Leute befürchten wegen der Kampfhundezuordnung, dass die Hündin eingeschläfert werden müsse. Dies sei jedoch «kein Thema», sagt Siras Retter in der Not. Im Gegenteil.
Es kann dauern
Geeignete Interessentinnen und Interessenten für die schöne und sanfte Hündin gebe es genug. Nur dauere halt der Prozess bis zu einer Platzierung wegen des speziellen Falles etwas länger, so Dummermuth. Als Nächstes werde Sira tierärztlich untersucht, damit man Hinweise auf das Alter und die Herkunft des Tieres erhalte. Das dürfte die Chancen vergrössern, den eigentlichen Besitzer des Tieres ausfindig zu machen.
Dieser würde gleich doppelt belangt: einerseits, weil er (oder sie) den Hund coupiert hat. Und anderseits wegen der Art, wie er (oder sie) sich des laut Dummermuth wohl «schwarz» in die Schweiz importierten Tiers entledigte. 
In ähnlichen Fällen konnten die Besitzer laut Dummermuth meist ausfindig gemacht werden. In spätestens zwei Monaten – diese Zeit muss abgewartet werden, damit der Besitzer den Hund allenfalls zurückholen kann – hat Sira ein neues Zuhause. Vielleicht sogar in Burgdorf, dort, wo ihre Odyssee begann. 
Lilo Lévy-Moser [18.07.08]
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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